XTerra Switzerland – an amazing weekend

13. September 2010 at 19:25 Hinterlasse einen Kommentar

2000km on the road an einem Wochenende. Los ging es Freitag Vormittag Richtung Genfer See in der Schweiz. Das Navi meinte 9 Stunden, doch mit Pinkelpausen, Tanken, usw. wurden 10 daraus. Pünktlich zum Alpenglühen erreichten wir (Jana und ich) Prangins und parkten direkt am Startbereich.

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Die Ersten, die wir trafen, waren Klaus, René und Chris vom O-See-Org-Team. Wir holten unsere Startunterlagen und lauschten dem Briefing, das eine schöne Mountainbikestrecke versprach. Obwohl wir auf der Fahrt sicher waren heute noch in den See zu springen, entschieden wir uns für die warme Dusche. Anschließend packten wir den Klappstuhl aus und dinnierten auf dem Parkplatz, mit Blick auf den See.

Nachdem die Fußballer den Sportplatz geräumt hatten, schnappten wir unsere Isomatte und Schlafsack und richteten uns gemütlich auf dem Rasen ein. Noch etwas Zeitungslektüre im Schein der Stirnlampe und schon war der Tag rum. Als der nächste Morgen dämmerte, drehten wir uns nochmal auf die andere Seite. Doch mit Anreise der Athleten wurde es unruhig und wir standen auf. Es gab lecker Frühstück mit Brötchen, Marmelade, Honig, Käse und Caffé aus der Bialetti auf dem Campingkocher.

Start war erst 14 Uhr. So besichtigten wir einen Teil der Radstrecke. Das war eine gute Idee. Die erste Schlüsselstelle war eine Abfahrt, die in einem Bach endete, der dort etwa einen halben Meter tief war. Wir entschieden uns für die Barfußvariante, um die Schuhe fürs Rennen trocken zu halten. Es ging dann mehrere hundert Meter flußauf, teilweise in über knietiefem Wasser. An Fahren war nicht zu denken. Auch im flachen Wasser bestand der Untergrund aus losen Steinen. Nach der dritten? Flussdurchquerung hatten wir dann doch nasse Schuhe und erstmal genug von der Runde gesehen.

Jetzt mussten wir uns um die wichtigen Sachen kümmern: Die Besorgung von Schweizer Schokolade. Mit einem prall gefüllten Beutel kam Jana aus dem Geschäft zurück.

Langsam rückte der Start näher. Bei 19° Wassertemperatur war Neo erlaubt. So packten wir unsere Sachen fürs Rennen zusammen und checkten im Wechselbereich ein. Geschwommen wurde im Genfer See 2 Runden a 750m. Nach einem Fehlstart ging es kurz nach 14 Uhr richtig los. Ich war gefühlt das erste Mal nicht alleine unterwegs und hatte immer Schwimmer um mich. Zum Glück. Denn die Bojen waren so weit auseinander, dass ich mit meiner beschlagenen Brille nicht von einer zur nächsten kucken konnte. Nach etwa 33 Minuten stieg ich trotzdem als fünftletzte Frau aus dem Wasser.

Dann ging es aufs Mountainbike. Die Strecke war klasse. Jeder Meter Asphalt wurde vermieden und wenn die Strecke einfach neben der Straße im Graben verlief. Auch der restliche Teil der Runde, den wir uns nicht angeschaut hatten, hielt noch einige Bachabschnitte und schöne Wege bereit. Ich konnte bis in die Top 20 vorfahren, doch vergaß ich bei dem Trailspaß ordentlich zu trinken. In der Verpflegung vor der Wechselzone nahm ich noch mal einen reichlichen Schluck.

Schnell runter vom Rad und rein in die Laufschuhe. Und vorbei ging es an der Verpflegungszone. Der nächste Fehler. Die Frau (übrigens die Dritte in meiner AK), die vor mir aus der Wechselzone lief, entfernte sich immer weiter und ich fand keinen Schritt. Die Sonne brannte. Die nächste Frau, eine „Bekannte“ von der Radstrecke, feuerte mich an. Doch ich konnte nicht folgen. Ich bekam Seitenstechen im Brustkorb und das Atmen fiel schwer. Ein Gel und reichlich Wasser nach der halben Strecke half auch nicht mehr und ich quälte mich über die zweite Runde. Zwei weitere Frauen musste ich passieren lassen ehe ich ins Zielgelände einlief. Dort versperrten noch ein Hindernis aus 3 Strohrundballen den Weg zum Zielstrich, den ich nach 3:25.25,8h erreichte.

Ich war alle und merkte erst beim zweiten Becher, dass sie mich mit Cola light verarschten. Ich setzte mich an der Strohballenbarriere in den Schatten und wartete auf Jana. Es gab noch einige lustige Szenen von Athleten, die genau wie ich von dem unerwarteten Hindernis überrascht wurden. Jana kam nach 3:54h und war genauso fertig. Nach einer Weile hatten wir uns erholt, waren duschen und auf zur „Maui Party“ mit Siegerehrung. Im Anschluss ging die Fete richtig los. Wir quatschten etwas mit den O-See-Leuten und gesellten uns dann zu den Tanzwütigen. Unser Schlafplatz war nur eine Sportplatzbreite entfernt und es hatte eh keinen Zweck bei der Lautstärke ins Bett zu gehen. Es waren noch erstaunlich viele Pros vor Ort und Dave „The Big Kahuna“ Nicholas ging richtig ab. Gegen Mitternacht wurde es ruhiger und wir konnten im Schlafsack noch ein Auge zutun. Kurz vor fünf wurden wir von einer schwankenden Gestalt geweckt, die sich in unserer Ecke erleichtern wollte. Da wir nun eh munter waren, machten wir uns auf den Weg nach Hause. 10 Stunden später waren wir zurück. Das war doch mal wieder ein Wochenende nach unserem Geschmack.

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XTerra Switzerland Grenzweg zu Fuß

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